Wir segeln und wandern durch die Welt

Damascus Trail Days bis Glasgow

 

59. – 62. Tag Damascus Trail Days

 

Donnerstag, 15.05. – Sonntag, 18.05.


Donnerstag frueh um 7.00 Uhr kommt eine SMS von “ Stevie Wonder “ – mein Auto kommt gleich. Auf nach Damascus zu den Trail Days !

Es hat sich stark abgekuehlt, und es regnet den ganzen Tag ununterbrochen, aber ich habe sowieso keine Zeit, um bei Live Musik im Park zu sitzen.

Zum Glueck schenkt mir mein Fahrer ein grosses Stueck schwarzer Plastikplane, die ich unter mein Zelt legen kann. So bleibe ich weitgehend trocken, obwohl die ganze Wiese unter Wasser steht.

 

– Schuh und Rucksack zur “ Gear Repair “ gebracht. Super Service – alles wird repariert, ich bekomme ganz neue Schulterpolster und einen neuen Brustgurt, mein linker Schuh wird geklebt und sogar versiegelt.

– kostenloser Haarschnitt von “ Goldie-Locks „, die mir schon vor 2 Jahren die Haare geschnitten hat. Sie erkennt mich wieder und freut sich sehr. Es sind noch viele weitere bekannte Gesichter unter den freiwilligen Kirchenhelfern. Alle geben mir das gute Gefuehl, hier willkommen zu sein. Ich verbringe sehr viel Zeit im OWM, dem One Wy Ministries, an dem die Kirchen uns den ganzen Tag mit Kaffee, heisser Schokolade, Obst, Hot Dogs und Kuchen bedienen.

-Ich bekomme die Fuesse gewaschen von einem aelteren Herrn, der das auch 2012 schon gemacht hat. Danach gibt es eine Fussmassage von einer netten Asiatin. Das alles “ in the name of God.“

-Medical Screening. Mein Knoechel wird vom Doktor genauestens untersucht, gedreht, geschoben und gedrueckt. Diagnose: Patient ist vollstaendig geheilt. Ich habe alles richtig gemacht, mein Fuss ist wieder total in Ordnung.

-Wasch-Station : Hier wird von den fleissigen Damen die gesamte schmutzige waesche der Hiker gewaschen und getrocknet. Brauche ich nicht, denn ich habe in Pearisburg schon alles selber gewaschen.

-Ich schicke 2 Pakete mit Winterkleidung sowie meinen dicken Schlafsack an eine Adresse kurz vor den White Mountains und verringere dadurch mein Rucksack-Volumen und Gewicht erheblich.

-Sonnencreme, Zahnpasta, Mueckenspray, Gold Bond Puder, Zipp-Beutel, ein paar Socken und 2 Bandanas / Schweisstuecher gibt es hier kostenlos. Man koennte noch mehr Geschenke mitnehmen, aber ich habe alles, was ich brauche. Mehr moechte ich nicht tragen.

-meine Hiking-Hose wird um 3 Zentimeter enger gemacht, die kaputte Naht wird genaeht.

-Free Hiker-Feed am Abend in der Bingo-Halle. Beim Abgeben meines Tickets begruesst mich der Herr von der Kirche sehr herzlich mit “ Welcome back!“. Sitze waehrend des Essens neben “ Crazy Horse “ den wir in Port Clinton kennengelernt haben.

– Baltimore Jack, das AT-Urgestein, sitzt im Zelt der ATC ( Appalachian Trail Conservancy ).

-Habe Jule mit ihrem Hund Lotta wiedergetroffen. Sie war inzwischen auch vom Hiker-Virus befallen und ein paar Tage zum Auskurieren in Hampton. Ihre Freundin Lisa hat den Trail abgebrochen und ist inzwischen wieder in Deutschland. Leider war Lisas Hund von Lyme Disease befallen und musste eingeschlaefert werden.

-Film und Vortag von Terry Coyle “ Seven “ ueber “ 2013 Thru-Hikers “

-Vortrag von Helen Thayer “ Three among Wolves “

-Wiedersehen mit Balu, einem Hiker-Freund aus unserer Anfangszeit in 2012, der mit einer schweren Kamera-Ausruestung unterwegs war, um eine Dokumentation ueber den AT zu drehen. Er ist immer noch aktiv dabei, inzwischen auch auf anderen Trails unterwegs. Balu schenkt mir ein T-Shirt und einen Kalender aus seiner eigenen Kollektion. Ausserdem gibt es dort Hot-Dogs, weswegen ich das “ Feed the Hungry Hikers “ gesponsort von den Outfittern ausfallen lasse.

-Film von Kori Feener ueber ihren AT Thru-Hike “ Hard Way Home “

-Beim “ All You Can Eat – Pancake Breakfast “ im OWM ist es mir morgens um 7.30 Uhr zu voll, deswegen gehe ich lieber an der Tankstelle Kaffee trinken. Bin ja sowieso nicht so ein guter Fruehstuecker ….

– Warren Doyle, der bereits 16 mal auf dem AT war, erzaehlt sehr lebhaft einige seiner Erlebnisse “ 34.000 Miles of Trail Stories “

-Film und Vortrag ueber den “ Annapurna Circuit „, den bekanntesten Wanderweg in Asien

-Nun ist es soweit : Registriert bei den Senior-Hikern. Ich habe mich bei „fiftysense“ eintragen lassen, das ist eine Gemeinschaft, die das Wandern bei ueber 50-jaehrigen foerdern will. Als Dank fuer mein Interesse bekomme ich ein paar schoene, leichte Sommersocken geschenkt.

-Hiker-Parade und anschliessend Hiker Talent Show

-Ultimative Gear Give Away – Verlosung bei den Outfitter-Zelten

-Josh Seehorn “ Amplexus “ zeigt Fotos, Filme und erzaehlt ueber seinen 4800 und mehr Meilen Thru-Hike auf dem American Discovery Trail.

-Coffee House im OWM mit Musik von Ancient Men, dabei werden Nachos mit verschiedenen Saucen und ein reichhaltiges Kuchen-Buffet serviert.

-Internet-Zeit in der library ist auf 30 Minuten limitiert, und auch das nur mit Warteliste. Die Stadt ist voller Hiker und Biker, die alle mal an den Computer moechten.

-Trail Magic : Auf der Bank vor der library, wo die Rucksaecke der Hiker abgestellt werden, da liegen einzeln in Zipp-Beuteln verpackte kleine Kuchen. Hafer-Honig-Plaetzchen, anscheinend selbstgebacken. Die sind richtig lecker und bestimmt auch gesund. Innen drin liegt ein Zettel mit guten Wuenschen und frommen Spruechen von einem Kirchenmenschen. Ich stecke mir 4 von den Paeckchen ein, das wird morgen eine willkommene Zwischenmahlzeit sein.

Ich treffe eine Handvoll Leute aus unserer “ Class of 2012 “ bei den Trail Days, mit denen zusammen wir damals eine gute Zeit auf dem Trail hatten. Neben meinem Wiedersehen mit Balu freue ich mich besonders ueber BAM, Nooga und Just Jim. Ausserdem sehe ich Birdman und ein paar andere bekannte Gesichter, denen ich aber keine Namen mehr zuordnen kann.

Auch wenn ich ein paar Tage Zeit verloren habe – fuer mich hat sich der Shuttle Back nach Damascus auf jeden Fall sehr gelohnt !

 

62. Tag Mein erster Baer

 

Sonntag, 18.05.

Habe wieder sehr gefroren, es war die erste Nacht ohne meinen Schlafsack. Die Fuesse waren eiskalt. Es ist feucht und wenig gemuetlich im Zelt. Deswegen bin ich schon um 5.30 Uhr aufgestanden, um mich unter der heissen Dusche aufzuwaermen.

Ich muss meinen Rucksack jetzt ganz anders packen, weil ich so viele Sachen weggeschickt habe, die ich sonst zum Auspolstern des Rueckenteils genommen habe. Die neuen Schulterpolster sind besser als die Originalen, eine neue Brustschnalle ist auch dran. Meine Hiking-Schuhe fuehlen sich gut an, ordentlich geklebt und neu versiegelt. Das sollte eigentlich noch ein paar Hundert Meilen halten.

Mein Fahrer Glenn ist so nett, fuer mich einen 2-stuendigen Umweg zu machen. So bin ich um 13.30 Uhr wieder in Pearisburg am Start. Das Trail Days-Festival ist zu Ende, nun scheint die Sonne wieder.

Heute habe ich meinen ersten Baeren gesehen, einen ausgewachsenen Schwarzbaeren in etwa 30 Metern Entfernung direkt am Weg. Ringsum flaches Gelaende und gruene Wiese, so dass ich ihn gut beobachten kann. Als er mich endlich bemerkt, prescht er seitlich davon bis in den Schutz der Baeume. Ohne diese agressiven Laute und wenn er vor mir wegrennt, dann ist das nicht angsteinfloessender als ein grosser Teddybaer.

Bis um 19.30 Uhr habe ich noch 12 Meilen geschafft und schlage mein Zelt am Symms Gap auf. Eine freche, braune Maus kann es gar nicht abwarten und laeuft ohne Angst um mich herum, um meine Kruemel vom Essen aufzuputzen.

 

63. Tag Wind Rock

 

Montag, 19.05.

Kalt war es wieder, wenigstens fuer mich. Bin kurz vor Mitternacht wachgeworden, weil ich so gefroren habe. Da ich eigentlich schon alles anhatte, was mein Kleidungsbeutel so hergibt, musste ich mir jetzt irgendwas einfallen lassen. So geht es nicht, die Nacht ist noch lang, und die tiefsten Temperaturen gibt es erst zwischen 2.00 und 4.00 Uhr morgens. Deswegen ziehe ich mir meinen Regenponcho ueber alles, noch ein weiteres Paar Socken an die Fuesse und die Wanderschuhe an. Die sind zum Glueck weder nass noch schlammig. Plastiktueten drueber, so sind meine Fuesse vor dem eiskalten Wind geschuetzt. Nun noch Socken ueber die Haende, so kriege ich die Zeit bis zum Morgen irgendwie um. Habe mir ernsthaft ueberlegt, ob ich nicht nachts ein paar Stunden laufen soll anstatt zu frieren und mich dann morgens ein paar Stunden auf’s Ohr haue, wenn die Temperaturen angenehmer sind.

Ein anstrengender, sehr steiler Anstieg bringt mich ordentlich ins Schwitzen. Leider kann ich die Hitze nicht speichern fuer die Nacht.

Heute ist nichts los hier im Wald. Es koennte ein Unwetter geben, es sind kaum Tiere zu sehen.

Nur ein Adler schwebt lange majestaetisch am Himmel, waehrend ich auf der Hochebene zum Wind Rock laufe.

Gekocht wird direkt am Wind Rock auf den Felsen, ein superschoener Platz mit viel Sonne und beeindruckender Aussicht. Dann muss ich das nachher nicht mehr machen, wenn es schon kuehl wird.

Deswegen kann ich auch bis 19.30 Uhr weitergehen und komme so auf 20,2 Meilen Tagesdistanz.

Ich habe 3 Flaschen Wasser bis zu meinem Lagerplatz geschleppt, damit ich mir abends noch einen Topf heisse Schokolade kochen kann. So kann ich heute von innen warm ins Zelt gehen.

64. Tag Kelly Knob + Ridge Crest

 

Dienstag, 20.05.

Kein Unwetter, es donnert nur ein paar Mal, dann zieht es weiter. Die dritte Nacht ohne meinen Schlafsack war ganz okay. Entweder sind die Temperaturen wieder angestiegen oder ich habe einen besseren Platz  ausgesucht ( weniger Hoehe, kein Wind ). Vielleicht hat auch der warme Kakao vor dem Schlafengehen seine Wirkung gehabt.

Gleich am Morgen muss ich wieder mit einem steilen Aufstieg kaempfen. Es geht 600 Hoehenmeter auf nur 2 Meilen hinauf zum Kelly Knob. Der Abstieg ist auch nicht besser. Bonebreaker – schon wieder ! Komme nur langsam voran. Die erste Haelfte des Tages ist sehr muehsam.

Am Nachmittag steht wieder ein grosser Baer in guter Sichtweite auf dem Trail. Er fluechtet sofort, als er mich heranstapfen sieht.

Danach ist der Weg kein Weg mehr. „Ridge Crest“ sind schraege, rauhe Felsen, ueber die ich nun klettern muss. Die Steine sind gut zum Laufen, wenn es trocken ist. Etwa eine Stunde lang folge ich dieser Felskante, immer mit Ausblick auf’s Tal zu meiner rechten Seite. Der Appalachian Trail in diesem Bundesstaat ist sehr schoen und abwechslungsreich. Insgesamt 550 Meilen des AT verlaufen durch Virginia, das sind etwa 25 % der Gesamtlaenge.

Ich sehe noch ein Deer und eine Echse, auch Eichhoernchen und Streifenhoernchen sind wieder da.

Ein Wegweiser zeigt die Stelle an, wo der Continental Divide Trail den Appalachian Trail kreuzt. Auf dem Schild steht : Golf von Mexico 1920 Meilen West, Atlantik 405 Meilen Ost. Unser Boot liegt an der Pazifikkueste, das ist ein ganz schon weiter Weg bis dahin.

Gegen 19.00 Uhr und nach 18,2 Meilen finde ich einen schoenen Platz am Ufer des Craig Creek, esse hier und sitze noch lange am Fluss. Hier gibt es sehr viele Muecken. Der Boden ist festgestampft und sieht bretthart aus. Das ist nicht so toll, denn ich habe ja nichts mehr zum Polstern und schlafe nur auf meiner duennen Iso-Matte. Deswegen verziehe ich mich ein Stueck weiter nach oben in den Wald und baue mein Zelt lieber auf weicherem Untergrund auf.

 

65. Tag Spectacular Gap + Dragon Tooth

 

Mittwoch, 21.05.

Morgens um 7.30 Uhr liegt schon eine ausgewachsene Black Racer vor mir am Wegesrand. Etwa 1,30 Meter lang und total entspannt, so dass ich einige Fotos machen kann. Sie verzieht sich erst, als ein anderer Hiker von hinten nachkommt.

Nur ein kleines Stueck weiter sitzt eine dicke Echse mit schmalen, hellblauen Laengsstreifen auf einem Stein mitten auf dem Trail. Sie laesst sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als ich vorsichtig ueber sie hinwegsteige. Etwas spaeter sehe ich noch ein kleineres Exemplar dieser Art, was aber sofort vor mir fluechtet.

Nach dem morgendlichen Anstieg fuehrt ein Sidetrail zum Monument des Audie Murphy, des meistdekorierten Soldaten der USA im 2. Weltkrieg. Plastikblumen, Fahnen der Vereinigten Staaten und sonstiger Schnickschnack schmuecken das Grab. Total kitschig !

Bei meiner Mittagspause stelle ich fest, dass es langsam mal wieder Zeit zum Einkaufen wird. Zucker ist alle, das Nutella ist leer, keine Swiss Miss mehr da. Ich habe noch eine warme Mahlzeit, 4 Scheiben Brot, Erdnussbutter, einen halben Kaese, 2 Muesli-Riegel und meinen Trai Mix-Notproviant.

Am Nachmittag habe ich eine sehr schoene Strecke vor mir. Ich laufe abwechselnd ueber Laub, Kiefernnadeln und solide Felsen. Dieser Weg fuehrt mich zum „Spectacular Gap“ und endet beim „Dragon Tooth“.  Dort wird es mir doch etwas mulmig, als ich so alleine in der senkrechten Felswand haenge. Niemand, der mir sagt, wo ich am Besten als Naechstes hintreten soll. Niemand, der mir zwischendurch mal die stoerenden Stoecker abnimmt. Aber geschafft ! Ich kann hier keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen, sondern steige sehr vorsichtig und konzentriert die steile Wand hinunter. Immer schoen 3 feste Haltepunkte, bevor ich einen Griff loslasse. Genau so, wie ich es gelernt habe.

Nachdem ich diese spektakulaere Felsenkletterei heile ueberstanden habe, gehe ich an der naechsten Strasse gerne eine Meile extra zum Catawba Grocery. Das habe ich mir jetzt verdient. Ich koennte den Rest des Tages hier sitzenbleiben und mit Essen und Trinken verbringen, denn ich bin bereits mehr als 15 Meilen gelaufen. Aber ich habe mir ab hier noch 6,5 weitere Meilen vorgenommen, damit ich morgen Daleville erreiche. Um kurz vor 18.00 Uhr schaffe ich doch den Absprung zurueck auf den Trail.

Beim naechsten Aufstieg bemerke ich eine kleine, braune Schlange im Laub. Diese Art habe ich vorher noch nie gesehen, deswegen weiss ich auch noch nicht, was das fuer eine Schlange gewesen ist.

Anschliessend geht es ueber gruene Wiesen und Felder. Habe mir an einer der zahlreichen Vieh-Treppen aus Holz ein Knie aufgeschlagen. Es fliesst ein bisschen hellrotes Blut, das sieht sehr gesund aus.

Ploetzlich stehe ich mitten in einer Herde schwarzer Bullen, die aber voellig desinteressiert an mir sind.

Ein Kunstwerk aus Aesten erinnert mich daran, dass ich die 700-Meilen-Marke ueberschritten habe.

Der McAfee Knob rueckt immer naeher, hier oben ist das Zelten am Weg verboten. Also laufe ich tapfer weiter, bis ich die Catawba Mountain Shelter erreiche. Aus meinem entspannten Feierabend draussen vor dem Zelt wird leider nichts, denn die Muecken fressen mich fast auf. Dazu noch Unmengen von Riesen-Waldameisen, die ueberall hinkrabbeln. Ich muss leider 4 Ameisen toeten, die ich wohl mit meiner Kleidung ins Zelt gebracht habe. Sorry, aber hier ist Tabu-Zone fuer Insekten aller Art.

Es war ein langer Tag heute, bin schon um kurz vor 6.00 Uhr aufgestanden und 21,6 Meilen gelaufen.

„It’s supposed to get thunderstorms tonight.“ Das hat mir ein entgegenkommender Day-Hiker als Warnung mit auf den Weg gegeben. Na, mal abwarten ….

 

66. Tag McAfee Knob + Tinker Cliffs

 

Donnerstag, 22.05.

Angenehm warm war es in der Nacht. Kein Gewitter, nur 2 – 3 kurze Regenschauer, und das war’s. So langsam glaube ich, das Wetter-Glueck gepachtet zu haben. Dafuer haben mich die Muecken gestern durch 2 Hosen und 2 langaermelige Pullis hindurch total zerstochen. Diese Biester sind etwa 2 Zentimeter gross und haben Monster-Stechruessel. Warum gehen die nicht zu den Maennern, die nur mit Shorts und T-Shirt bekleidet an der Shelter sitzen ?

Ein anstrengender Aufstieg am Morgen zum McAfee Knob, diesem beruehmten Postkarten- und Poster-Motiv. Es ist noch frueh, ich bin ganz alleine hier oben und kann die schoene Stimmung des erwachenden Tages geniessen.

Auf dem Weg nach unten sehe ich meinen 3. Baeren im Gebuesch, der aber schnell Reissaus nimmt.

Kurze Zeit spaeter liegt wieder so eine braune „No Name“-Schlange neben dem Trail. Diesmal handelt es sich schon um ein groesseres Exemplar von ca. 1 Meter Laenge und 3 – 4 Zentimeter Durchmesser.

Nach der Mittagspause ( altes Brot mit Erdnussbutter ) beginne ich mit dem Anstieg zu den Tinker Cliffs. Wunderschoene Landschaft, Waldwege mit Felsen, immer mal wieder kleine Klettereinlagen zwischendurch. Diesmal passe ich aber auf, dass ich den richtigen Abzweiger nicht verpasse. Beim letzten Mal bin ich leider aus Versehen einen falschen Weg unterhalb der Klippen gelaufen und habe dadurch einen sehr lohnenswerten Abschnitt verpasst. Der “ Cliff Walk “ fuehrt eine halbe Meile lang auf vorspringenden Felsen immer auf dem Grat direkt am Abgrund entlang. Es ist einfach toll zu Laufen hier oben. Nach jeder Biegung bietet sich ein neuer spektakulaerer Ausblick. Unter Anderem kann man von hier aus auch den McAfee Knob noch einmal aus einer anderen Perspektive sehen. Am Himmel fliegen zwei Adler, waehrend ich auf den Tinker Cliffs spazierengehe.

Von hier aus sind es noch gute 10 Meilen bis nach Daleville, wo ich morgen das Pizza Hut und die Tankstelle stuermen werde. Easy Going am Nachmittag, mit Laub bedeckte Waldwege, manchmal ein paar Steine im Weg. Es geht gemaessigt hoch und wieder hinunter. Dabei muss ich aufpassen, wo ich hintrete, denn ganz viele schwarz-braun-gelb gestreifte Raupen krabbeln auf dem Trail. Die will ich ja nicht zermatschen, da sollen ja noch Schmetterlinge draus werden. Dazwischen laufen etliche metallic-gruen schimmernde Kaefer, auch die moechte ich moeglichst nicht zertreten.

In diesem Teil Virginias blueht nun auch endlich der Rhododendron in rosa, weiss und lila.

Heute war mal wieder ein Tag der Superlative, den ich nach 19 Meilen kurz vor dem Ort Daleville beende.

Habe schon wieder zwei Ameisen und eine Spinne im Zelt, obwohl ich sehr aufpasse und den Eingang immer nur ganz kurz zum Hineinschluepfen aufmache. Die Insekten sind ueberall, an den Klamotten oder im Rucksack. Ach ja, ich lebe schliesslich im Wald ! Die Spinne wird lebend nach draussen befoerdert, aber bei den Ameisen, da kenne ich kein Pardon.

20140522_112038

 

67. Tag Daleville

 

Freitag, 23.05.

Habe mich ganz spontan dazu entschlossen, heute nicht weiterzustressen, sondern eine Nacht hier zu verbringen. Bin doch etwas angeschlagen von den vielen aufeinanderfolgenden 20- Meilen-Tagen, vor allen Dingen aber hochgradig genervt von den Insekten, denen ich im Wald einfach nicht entkommen kann.

Morgens gibt es Kaffee und Eis an der Tankstelle, dann frage ich im Howard Johnson Express direkt nebenan nach einem Single Room. Die bieten eine Hiker-Rate und gehen nochmal um 10 US$ mit dem Preis herunter. So ein tolles Zimmer habe ich entlang des Trails noch nicht gehabt : Kaffemaschine mit Zubehoer, Kuehlschrank, Mikrowelle, Fernseher, Foehn, sogar Buegeleisen und Buegelbrett gibt es. Dazu ist es absolut sauber – ich bin total begeistert.

Ich lasse mir im Pizza Hut den frischen Salat vom Buffet schmecken, dazu gibt es mal wieder Pepperoni-Pizza, eine Haelfte nehme ich mit fuer nachher. Habe eigentlich nichts weiter zu erledigen ausser 2 – 3 Teile mit der Hand auswaschen und meinen Blog am Computer der Rezeption weiterschreiben. Ich bin sehr froh ueber meine Entscheidung und geniesse diesen ungeplanten freien Tag in meinem schoenen Zimmer ohne Muecken.

68. Tag Blue Ridge Parkway

Samstag, 24.05.

Habe das 1. Mal seit zwei Monaten durchgeschlafen bis der Wecker um 7.30 Uhr klingelte. Fuehle mich sauber und gut erholt, meine kleinen Wunden und Mueckenstiche sind auf dem Wege der Besserung. Nur die dicken Quaddeln an den Fuessen quaelen mich noch beim Laufen.

Jetzt blueht hier ueberall der Rhododendron, komischerweise auf diesem Teil Virginias nur in rosa. Viele nackte, hellgruene Raupen krabbeln auf dem Weg, dazwischen auch einige schwarze mit dichtem Pelz. Habe einen maennlichen Turkey aufgeschreckt, der aufgeregt davonflattert.

Am Blackhorse Gap erwartet mich Trail Magic von einem Mann, dessen Frau auf dem AT wandert. Er bietet frische Orangenschnitze, Erdnuesse, Brownies, Mini-Snickers und Milky Way an. Dazu gibt es 2 Dosen kalte Cola. Waehrend wir dort zusammen sitzen, haelt ein Wagen an und schenkt uns noch eine grosse Tasche voll mit Bananen.

Noch nicht einmal eine Meile weiter gibt es schon wieder eine Trail Magic-Pause. Die Eltern von “ Lostboy “ warten auf ihren Sohn, der hier heute aus dem Wald kommt. Es werden sogar Hamburger frisch gegrillt. Dazu gibt es ERDBEEREN, einfach unglaublich. Ausserdem noch Melonenstuecke, Bananen, selbstgebackene Brownies und Kekse sowie eine grosse Auswahl an kalten Erfrischungs-Getraenken. Heute brauche ich mir keine Gedanken mehr um das Abendessen zu machen – ich bin pappsatt. Allerdings wird mein Rucksack so auch nicht leichter. Ich trage schon 2 Flaschen Gatorate und eine Flasche Milch mit mir herum, dazu gekommen sind jetzt noch eine Dose Cola und eine Banane.

Ich kann es nicht fassen :  4 Maenner, die schon bei der ersten Trail Magic ihr Zelt aufgebaut haben, um den Tag dort zu beenden, sind ebenfalls hier beim Hamburger-Grillen. Die haben sich doch tatsaechlich mit dem Auto herfahren lassen. Eine Strecke von 0,7 Meilen ohne Gepaeck, das bin ich in 10 Minuten gelaufen.

Hier beginnt der Blueridge Parkway. Das ist eine breite, gut ausgebaute Strasse, die sich ueber eine Gesamtlaenge von 105,5 Meilen in Serpentinen durch den Wald zieht. So koennen die Leute mit dem Auto oder Motorrad Ausflugsfahrten durch die schoene Natur machen, ohne sich selber bewegen zu muessen. Etwa jede halbe Stunde fuehrt der Trail aus dem Wald heraus ueber diese Prachtstrasse, die an diesen Stellen breite Parkplaetze, lehrreiche Hinweisschilder und ganz phantastische Ausblicke bietet.

Der Weg ist sehr angenehm, so dass ich trotz der vielen Unterbrechungen nach 9 Stunden wieder 19,5 Meilen weitergekommen bin. Schlage mein Zelt auf einem kleinen Huegel mit dichtem Laub auf, das wird schoen weich sein heute Nacht. Waehrend ich noch draussen den Abend ausklingen lasse, knistert und knackt es und kommt immer naeher. Eine Gruppe von Rehen spaziert ganz dicht an mir vorbei, ohne mich als Fremdkoerper anzusehen. Immer wieder wunderschoen, dieses Leben mitten in der Natur !

69. Tag Jennings Creek und Apple Orchard Mountain

 

Sonntag, 25.05.

Der heutige Tag haelt 4 Berge fuer mich bereit. Nein, Virginia ist nicht flach ! Es geht links steil nach unten, rechts steil einen Abhang hoch, viele Felsen auf dem Weg, und zwischen den Baeumen steht hohes Kraut. Ich finde keine geeignete Stelle fuer eine Pause, bis ich nach 8,7 Meilen am Jennings Creek ankomme. Aber das hat sich gelohnt, hier ist wieder ein Platz der Superlative. Es gibt dort eine Bruecke, etwa 10 Meter links davon befindet sich eine kleine Felseninsel mitten im Fluss. Dazwischen ist das klare Wasser tief genug zum Baden, die sogenannten “ Swimming Holes „. Auf den Felsen tummeln sich bereits ein paar von den “ Young Guys „. Ich hoffe natuerlich auf meine private Insel und wate stromabwaerts durch das hier knietiefe Wasser. Nach zwei Biegungen habe ich meinen Wunschplatz gefunden. Hier befindet sich tatsaechlich ein kleiner Strand mit feinem Kies oder grobem Sand. Das laedt zum laengeren Verweilen ein. Wie gut, dass ich meinen Proviant-Beutel und meine Iso-Matte mitgenommen habe. Am Strand sitzen Heerscharen von gelben Schmetterlingen auf einigen grossen Steinen. Ansonsten bleibe ich alleine und kann ganz ungestoert “ Strand-Urlaub “ machen. Nach 2 entspannenden Stunden mit Sonnenbaden raffe ich mich wieder auf, denn ich habe mir 20 Meilen als Tagesziel gesetzt.

Zurueck an meinem Rucksack erwartet mich eine kleine Ueberraschung, da liegen ein paar Geschenke : Pasta-Slide-Nudeln, ein Reis-Bohnen-Gericht und ein Cliff-Energie-Riegel. Die Fertiggerichte lasse ich liegen fuer die folgenden Hiker, denn ich habe noch zwei warme Mahlzeiten. Den Cliff-Riegel nehme ich sehr gerne mit, denn es ist meine Lieblingssorte. Weisse Schokolade mit Macadamia-Nuss und 7 % Protein. Danke schoen an den edlen Spender !

Von hier aus muss ich ueber den Fork Mountain, und danach kommt ein ganz gemeiner 5-Meilen-Anstieg auf den Floyd Mountain. Eigentlich geht es den ganzen Nachmittag nur noch bergauf. Bin mal wieder nassgeschwitzt bis auf die Unterhose. Ein Wochenend-Wanderer kommt mir mit seinem kleinen Sohn entgegen und fragt mich nach dem Weg und der Entfernung zur naechsten Shelter. Waehrend wir uns einen Moment unterhalten habe ich gleich wieder ein paar von diesen Blutsaugern am Bein kleben.

Gegen 19.00 Uhr bin ich eigentlich lange genug auf den Beinen und moechte gerne irgendwo Feierabend machen. Aber die Landschaft in Virginia bietet nicht so viele flache Stellen, das gleiche Bild wie am Vormittag. Es gibt nirgendwo einen geeigneten Platz, wo ich mein Zelt aufbauen koennte. Eigentlich wollte ich am Fuss des Apple Orchard Mountain uebernachten und mir den anstrengenden Aufstieg fuer den naechsten Vormittag sparen. Aber nun bin ich schon mittendrin und beisse mich bis obenhin durch. Dort oben soll es eine schoene Aussicht und einen Turm geben, sagt mein Buch. Unterwegs kommt mir die Idee, dass ich ja auf der Plattform des Aussichtsturms schlafen koennte. Da kann ich mich richtig  ausbreiten und kochen, habe keine Insekten ….  Auf dem Gipfel stellt sich allerdings heraus, dass es sich um einen Fernsehturm handelt, den man natuerlich nicht so einfach besteigen kann. Aber ringsherum gibt es eine schoene Ebene mit gruener Wiese und vereinzelten Fichten. Das sieht richtig toll aus zum Zelten.

Beim Kochen sind mir die Alfredo-Nudeln angebrannt, und mein Plastikloeffel ist mir beim Ruehren durchgebrochen. Wahrscheinlich war die Pampe etwas zu dick, denn ich habe noch zusaetzlich Kaese-Wuerfel hineingeschnitten. In einem Blog habe ich gelesen : “ So viele Plastikloeffel, wie ich schon zerbrochen habe, von dem Geld haette ich mir auch gleich ein Titan-Besteck kaufen koennen. “ Stimmt !

Mein ganzes Material leidet etwas. Habe heute frueh beim Zusammenpacken einen Riss im Boden meines Zeltes entdeckt. Ausserdem noch ein winzig kleines Loch oben, wahrscheinlich von den Monster-Muecken, die zu mir hineinwollen. Beides wird jetzt beidseitig mit Tape geklebt, bevor der Schaden noch groesser wird. Auch mein Rucksack hat inzwischen vorne ein paar Risse oder Schnitte. Vielleicht gehe ich nicht sorgsam genug mit den Sachen um ? Ich benutze die Dinge einfach ohne sie zu schonen. Dass muss alles funktionieren und so lange halten, wie dieser Trail fuer mich dauert.

Der Abend endet mit einem blutroten Sonnenuntergang, den ich vom Gipfel des Apple Orchard Mountain bewundern kann. Danach wird es sehr schnell kuehl und feucht auf der Wiese. Mir ist klar, dass hier in 4225 Fuss Hoehe das Risiko fuer eine kalte Nacht wieder ziemlich hoch ist.

 

70. Tag Downhill von 4225 auf 680 Hoehenmeter

 

Montag, 26.05.

Habe wieder mit Regenponcho geschlafen, und das war auch gut so. Mein Zelt und alle Klamotten, die nicht wasserdicht eingepackt waren, sind nass von der hohen Luftfeuchtigkeit. Immer, wenn ich mich bewege, tropft es von oben. So kommt es, dass ich nur schnell mein Zeug zusammenraffe und schon um 6.45 Uhr wieder unterwegs bin.

Schon kurz nach dem Start muss ich unter der “ Guillotine “ hindurch. Das ist ein riesiger Felsbrocken, der millimetergenau zwischen zwei andere Felsen gerutscht ist und so aussieht, als ob er jeden Moment abstuerzen wuerde.

Mache erst nach 1,5 Stunden kurze Fruehstueckspause, danach kann ich wieder 3 Stunden durchlaufen.

Ein Reh steht mitten auf dem Trail und ist ganz zutraulich. Es geht erst einen Schritt an die Seite, als ich mich vorbeidraengeln will. Danach ist der Weg noch einmal von einer Echse blockiert, ein anderes Mal sitzt da ein etwas unbeholfener Frosch. Aber das passt schon, ich steige vorsichtig darueber hinweg.

Frueh Aufstehen lohnt sich : Bin gegen 12.00 Uhr schon 11,7 Meilen gelaufen und kann mir eine lange Pause an einem kleinen Bach goennen. Zum Mittag gibt es “ Bumble Bee – Chicken Salad with Crackers „, welches ich in Daleville aus der Hiker-Box mitgenommen habe. Das ist eine kleine Dose Gefluegelsalat, dazu 6 abgepackte Cracker, und ein niedlicher kleiner Plastikloeffel ist auch mit dabei. Schmeckt nicht so, wie ich mir Gefluegelsalat vorstelle, ist aber eine willkommene Abwechslung. Macht natuerlich auch nicht satt, danach gibt es noch eine Packung Cracker mit Sharp Cheddar-Kaese.

Das Toilettenpapier ist aufgebraucht, und das Fenistil-Gel ist leer. Bin mir noch nicht so sicher, welches davon die groessere Katastrophe ist.

Keine weiteren Ueberaschungen heute, es liegen nur noch zwei kleine Huegel auf dem Weg nach Glasgow. Eigentlich geht es den ganzen Nachmittag permanent bergab, von 4225 Hoehenmetern an meinem Schlafplatz bis auf 680 Hoehenmeter ‚runter.

Die letzte halbe Stunde laufe ich immer am Ufer des James River entlang, der viel breiter ist, als ich ihn in Erinnerung hatte. Nach Passieren der laengsten Fussbruecke auf dem AT, der James River Footbridge, bin ich am Parkplatz und an der Strasse, die nach Glasgow fuehrt. Hier habe ich mir, glaube ich, keine Freunde gemacht. Komme aus dem Wald heraus und sehe, dass bereits 3 baertige junge Maenner den Daumen ‚raushalten. Ich gehe gar nicht bis an die Strasse, sondern frage sie von Weitem, wie lange sie schon dort stehen. Etwa 30 Minuten warten sie bereits darauf, dass ein Auto anhaelt. Ich halte mich weiter abseits und gehe noch ein Stueck weiter zurueck in den Schatten der Baeume. Da winkt mir ein aelterer Herr vom Parkplatz aus zu. Ich kann es gar nicht glauben ….. meint der wirklich mich ? Ja, er bietet mir an, mich nach Glasgow zu bringen. Auf meinen Einwand, dass ich gerade erst angekommen bin und die Anderen schon viel laenger dort stehen, sagt er, dass er uns nicht alle 4 mitnehmen kann. Ich soll vorne einsteigen, und dann faehrt er nur mit mir alleine los. Das ist ja wirklich peinlich ! Der Opa bringt mich direkt bis zur Shelter und verspricht, noch einmal zurueckzufahren, um die Jungens abzuholen. Aber die sind nie hier angekommen, haben wahrscheinlich einen Lift in die andere Richtung nach Big Island gefunden.

Glasgow ist ein niedliches Dorf mit 1100 Einwohnern. Es gibt eine Shelter mit kalter Dusche und Privy mitten im Zentrum, drumherum eine weite, frisch gemaehte Rasenflaeche zur allgemeinen Nutzung. Es ist nichts los hier, nur 4 Leute sind schon da, die in der Shelter schlafen. So kann ich mir den besten Platz auf der Wiese aussuchen und bleibe hier auch alleine. Als Erstes wird mal das nasse Zelt aufgebaut. Dann packe ich meinen Rucksack komplett aus und lege alles in die Sonne zum Lueften und Trocknen. Es folgen die kalte Dusche, Waschen von Hiking-Shorts und T-Shirt sowie das Reinigen meines Jetboils, der ja gestern angesetzt ist. Die Buecherei hat heute geschlossen, denn es ist Memorial Day in den USA. Deswegen gehe ich nur noch im Dollar General und im kleinen Lebensmittel-Laden gegenueber das Noetigste fuer heute einkaufen. Hier gibt es sogar Bananen, Aepfel, Eisbersalat und Salatgurken. Aber keinen Joghurt, damit muss ich wohl bis Waynesboro warten, da gibt es einen grossen Supermarkt.

Sitze noch lange mit 2 Hosen, langaermeligen Pullovern und 2 Paar Socken vor’m Zelt und schwitze. Gruene Wiese bedeutet : viele Insekten. Nichts zu tun – das ist wie Urlaub in Glasgow.