North Dakota - ein weiterer Bundesstaat, den wir noch nicht kennen. Er grenzt im Norden an Kanada. Um uns herum ist nur flaches Land und blauer Himmel. Das Tempolimit steigt auf unglaubliche 80 Meilen pro Stunde, das entspricht ungefähr 130 Stundenkilometern. So schnell durften wir noch nirgends fahren. Jeder Bundesstaat macht seine eigenen Regeln. North Dakota ist Teil der Great Plains, die hier im hohen Norden des Landes durch weite Prärien, Steppen und Ackerland geprägt sind.

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Zwei Stunden später sind wir schon in South Dakota. Alles entspannt, dünn besiedeltes Land und wenig Verkehr. Rastplätze mit Toiletten sind selten, aber sehr schick. Mittags steigt die Außentemperatur auf 33° Celsius. Das hatten wir schon lange nicht mehr.

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Wir überqueren den Missouri River auf einer langen Autobrücke. Mit 4.087 Kilometern ist das der längste Fluss der USA. Der Missouri River teilt South Dakota geografisch sowie kulturell in zwei Hälften. Etwa 70 % der Bevölkerung leben östlich des Flusses, also kann man davon ausgehen, dass es jetzt noch einsamer wird. Unendliche Weite und eine zweispurige Straße, die scheinbar immer weiter geradeaus geht. Am frühen Abend springt die Uhr um. Die Zeitzone wechselt von Central Daylight Time ( CDT ) zu Mountain Daylight Time ( MDT ). Wir gewinnen eine Stunde.

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Eine "original" nachgebaute Westernstadt liegt am Wegesrand : 1880 Town. Es liest sich wie Touristen-Nepp. Normalerweise würden wir für so einen Quatsch nicht anhalten, aber ein Tank-Stopp ist sowieso nötig. Genau wie wir erwartet haben .... Sprit ist sehr teuer. Wen wundert's ? Ziegen laufen frei herum, um die Gäste zu unterhalten. Ein Automat spendet Ziegenfutter ( statt Kaugummi ), wenn man einen Quarter einwirft. Es gibt ein Restaurant und einen Souvenirladen. Nach 10 Minuten sind wir damit durch.

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Um 20.00 Uhr neuer Ortszeit erreichen wir einen freien Campingplatz ganz nahe an den Badlands. "Nomad View" am Buffalo Gap - das hört sich sehr nach Einsamkeit und Winnetou an. Ziemlich viel los, aber wir finden eine gute Stelle mit Abstand zu den Nachbarn. Gerade rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang können wir es uns gemütlich machen. Während der Nacht gibt es aus dem Auto heraus einen sagenhaften Sternenhimmel zu bewundern. Fantastischer Platz. Morgen kommen wir wieder.

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Der Badlands Nationalpark liegt im Südwesten South Dakotas. Er besteht aus einer durch Erosion gezeichneten Landschaft, die für Landwirtschaft völlig ungeeignet ist. Daher der Name Badlands, was schlechtes Land bedeutet. Die ganze Gegend sieht aus wie eine surreale Mondlandschaft. Präriehunde, Bisons, Antilopen und Dickhornschafe leben hier. Im Jahr 1990 wurde "Der mit dem Wolf tanzt" zu großen Teilen im Badlands Nationalpark und dessen Umgebung gedreht.

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Bereits um 6.00 Uhr sind wir unterwegs, denn wir möchten vor dem großen Andrang im Nationalpark sein. Es sind nur 2 Kilometer bis zum Eingangsschild. Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein Bison. Dutzende von Präriehunden links und rechts sind schon aktiv. Ein Bison grast direkt neben dem Weg und stört sich nicht an uns. Ein kleines Stück weiter nehmen wir den Abzweiger auf eine Schotterstraße und sehen zu beiden Seiten Bisonherden. Die Tiere sind schwer mit dem grünen Gras beschäftigt, um sich nach dem langen Winter wieder Speck anzufressen. Viele Kälber sind dabei, so dass die Herde weiter wachsen kann. Im Jahr 1963 wurden 50 Bisons hier angesiedelt. Heute zählt der Bestand im Badlands Nationalpark über 1000 Tiere. Dazwischen stehen einige Pronghorn-Antilopen. An einem Picknick-Platz kleben Dutzende von Schwalben unter einem Dach. Schon früh am Morgen gibt es erfreulich viele Tiere zu sehen.

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Das Besucherzentrum zeigt eine imposante Ausstellung von Fossilien. Schautafeln erklären, wie es zu dieser merkwürdigen Landschaft gekommen ist. Sehr interessant und lehrreich. Ab 10.00 Uhr wird es voll. Zu viele Menschen und Autos, um es noch schön zu finden. Es wird wohl auch nicht besser, wenn der Tag fortschreitet. Wir beschließen, den Park für heute zu verlassen und lieber noch etwas anderes zu machen. Morgen dann sehr früh los, um dem Rummel auszuweichen. Das klingt doch nach einer guten Idee.

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Bei der Ausfahrt kommen wir an einem Laden vorbei, dessen Sortiment wieder nur für Touristen ausgerichtet ist. Ein riesiges Schild wirbt damit, dass man die Präriehunde füttern soll ( aber nur mit  Erdnüssen, die man in diesem Laden gekauft hat ). Wir steigen aus, kaufen nichts, füttern auch nicht, haben aber trotzdem Spaß an den zahmen Präriehunden.

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In den Black Hills gibt es 2 historische Monumente, die direkt in die emporragenden Granitfelsen gearbeitet wurden : Mount Rushmore National Memorial und das Crazy Horse Memorial. Das könnte unser Programm für den Rest des Tages werden.

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Die vier riesigen steinernen Präsidentenköpfe sind die bekannteste Touristenattraktion in den Black Hills. Das Parkhaus soll 10,00 Dollar kosten. Schmeckt uns überhaupt nicht. Wir überlegen, ob wir uns den Besuch sparen können und nur von der Straße aus fotografieren. Egal, wir fahren trotzdem hin, und es lohnt sich. Eine von Fahnen dekorierte Allee führt zur Aussichtsterrasse. Alle Bundesstaaten der USA sind verewigt mit Grundrissen und Datum. Im Visitor Center läuft ein spannender Film über die Entstehungsgeschichte dieses Monuments. Es repräsentiert die Präsidenten der ersten 150 Jahre und die Werte, für die sie standen. Das waren Freiheit, Demokratie, Frieden, Gleichheit, Menschenrechte. Mehr als 400 Arbeiter haben 14 Jahre gebraucht. Ihr gemeinsames Ziel war es, diese Ideale zu erhalten und eine bleibende Erinnerung zu schaffen. Von 1927 bis 1941 wurde gehämmert und gemeißelt, um die Köpfe der vier Präsidenten in Granit zu hauen. Thomas Jefferson, George Washington, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt. Das Projekt hat über eine Million Dollar gekostet. Amerikanische Geschichte, die bis heute die Besucher fasziniert. Wir können es verstehen. Am Ende müssen wir unsere Parkgebühr am Automaten entrichten.

Frage : Sind Sie über 62 Jahre alt ? Yes. Es gibt Senior-Rabatt für uns, wir müssen nur die Hälfte bezahlen.

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Ein ähnliches Projekt in den Black Hills liegt nur eine halbe Autostunde entfernt. Der Anführer der Lakota-Indianer, der das Land und die Kultur der Ureinwohner verteidigt hat, wird in Stein gemeißelt.  Das Crazy Horse Memorial ist ein riesiges, noch im Bau befindliches Berg-Denkmal zu Ehren des berühmten Lakota-Kriegers. Es wurde 1948 aus dem Granit gesprengt und soll nach Fertigstellung mit 171 Metern Höhe und 195 Metern Länge die größte Skulptur der Welt sein. Schauen wir uns an .... oder auch nicht. Wir fahren also Richtung Crazy Horse, stehen vor dem Kassenhäuschen und sollen schon wieder bezahlen. Aber so toll ist der Indianer gar nicht. Das Bild kennt man zur Genüge. Außerdem verdirbt ein hoher Kran die Aussicht, weil zur Zeit daran gearbeitet wird. Die massive Skulptur ist ja noch lange nicht fertig. Freundlich erzählen wir, dass wir falsch gefahren sind ( raus kommt man nicht so einfach, weil es bis zum Ticketschalter Einbahnstraße ist ). Ebenso freundlich erklärt uns die Dame an der Kasse, dass wir durchfahren dürfen und an der nächsten Möglichkeit vor dem Monument umkehren sollen. Geht doch. 

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In südlicher Richtung geht der Needles Highway ab. Das ist eine sehr enge und kurvenreiche Straße, die uns von Jonathan empfohlen wurde. Spektakulär eng wird es in den Tunneln. Schilder warnen, dass die Breite nur 8-9 Fuß beträgt, also nur Fahrzeuge durchfahren können, die bis maximal 2,40 breit sind. Vor dem ersten Tunnel steht ein Reisemobil mit Warnblinklicht. Der hat jetzt ein Problem. Passt nicht durch. Zum Drehen ist natürlich auch kein Platz, also muss er rückwärts ein ganzes Stück wieder hinunter.  Ich würde gerne den Wildlife Loop fahren, wo angeblich wilde Esel herumlaufen sollen. Bereits auf dem Weg dorthin machen Schilder darauf aufmerksam, dass wir bald den Custer State Park erreichen. Das hört sich nach Gebühren an. Und richtig - erneut ein Kassenhäuschen. Es soll 30,- Dollar kosten für ein Fahrzeug mit zwei Personen. Kann man machen, wenn man sich länger aufhalten und wandern möchte. Nur zum Durchfahren ist es uns zu teuer. An der Sperre zum Custer State Park drehen wir um.

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Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher nach Rapid City. Das ist mit etwa 75.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in South Dakota. Hier geht die weite Prärie allmählich in den Black Hills National Forest über. Rapid City gilt als das Tor zu den Black Hills. Schön bunt und lebhaft ist es in der großen Stadt. An jeder Kreuzung in Downtown stehen lebensgroße Figuren aus Bronze, welche die Präsidenten der Vereinigten Staaten darstellen. Tolles Projekt. So macht ein Bummel durch die Stadt richtig Spaß, und man lernt sogar noch etwas dabei.

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Ganz zum Schluss entdecken wir durch Zufall die Art Alley. Jede verfügbare Oberfläche, also die Mauern der Häuser, Stromkästen, Mülltonnen etc. sind bunt bemalt. Diese Nebenstraße ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Es gibt hier keine verbotene oder ärgerliche Graffiti an den Wänden, sondern diese Gasse ist ein Gesamt-Kunstwerk. Jeder, der sich hier verewigen möchte, braucht ein Permit. Künstler und solche, die es werden möchten, dürfen damit nach Lust und Laune malen.

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Um 18.30 Uhr reicht es. Wir haben genug Eindrücke gesammelt. Es geht nichts mehr hinein in den Kopf, deswegen machen wir uns auf den "Heimweg". Erfreulicherweise ist noch gar nichts los auf dem freien Campingplatz. Wir können uns die beste Stelle aussuchen. Langes Wochenende und Feiertag sind vorbei. Das gibt Hoffnung darauf, dass wir morgen früh die Hiking-Trails in den Badlands ohne zu viel Rummel machen werden.

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Vor 6 Uhr sind wir schon wieder im Nationalpark. Die Berge der Badlands sehen im Licht der aufgehenden Sonne noch schroffer und irgendwie unwirklich aus. Das Schattenspiel auf den erodierten Hügeln lässt erneut an Mondlandschaft denken. Zwei Rehe kreuzen die Straße direkt vor uns. Eine Pronghorn-Antilope liegt im Gras. Die niedlichen Präriehunde sind auch schon aus ihren Höhlen gekommen und spielen miteinander. Ein ausgewachsener Bison schubbert sich den Rücken an einem Schild. Das Winterfell muss weg und fällt in dicken Placken ab. Etwas weiter sehen wir zwei Wölfe, die über die Steppe laufen. Ein Truthahn geht am Straßenrand spazieren. Kaninchen hoppeln überall. Und noch mehr Antilopen, diesmal sogar mit Nachwuchs ..... So macht ein Nationalpark Spaß. Morgens früh sieht man eindeutig mehr Tiere als später am Tag, wenn der Betrieb losgeht.

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Wir laufen die drei kürzesten Wege und sind damit um 9.00 Uhr fertig. Thomas zum ersten Mal ohne Krücken, er nimmt die Wanderstöcke mit. Geht ganz gut, die Hoffnung steigt. Wir wollen auf den PCT. Auf dem Notch Trail befindet sich die berühmte Holzleiter. Der knapp 3 Kilometer lange Wanderweg führt durch eine Schlucht und über eine steile Leiter hinauf auf einen Felsvorsprung. Oben kann man ein Stück laufen, und von der Kante aus haben wir nette Ausblicke auf das White River Valley.

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Danach gibt es endlich Kaffee am Picknicktisch vor dem Visitor Center. Die Sonne knallt. Der Parkplatz wird immer voller. Gleiche Zeit wie gestern. Wir flüchten und fahren noch einmal über die Schotterstraße, auf der wir gestern den Bisons so nahe waren. Erst einmal sehen wir gar nichts, später dann ungefähr 50 Tiere in der Ferne. Die Herden haben sich zurückgezogen, wahrscheinlich weil der Autoverkehr zunimmt.

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Nach Verlassen des Nationalparks werden aus Bisons wieder schwarze Kühe. Flaches Weideland, so weit das Auge reicht. Draußen sind es 33°, im Auto läuft die Klimaanlage. Die Felder sehen verbrannt aus. Mein Heuschnupfen quält mich. Vielleicht habe ich genug Gräser gesehen und sollte besser aus der Prärie verschwinden.

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Wir möchten nicht die schnellste, sondern lieber eine schöne Route fahren. Unsere Wahl fällt auf einen Scenic Byway, der einen kleinen Umweg nach Süden bedeutet, aber noch einmal am Rande die Black Hills berührt. Sehr idyllisch. Die Route führt hinunter in den Spearfish Canyon. Schroffe Felswände zu beiden Seiten. Auf einer schmalen Straße fahren wir vorbei an einem Wasserfall, der links aus dem Berg fließt. Auf der anderen Seite geht es wieder hinauf. Da gibt es einen Bratwurst Trailhead. Ja, eine deutsche Bratwurst hätten wir jetzt wirklich gerne. Vor uns sind auf einem kurzen Stück Straßenarbeiten im Gange. Plötzlich haben wir ein Fahrzeug mit Blinklicht vor uns. "Pilot Car - Follow me." Was soll denn dieser Quatsch ? Hier ist absolut nichts los, und selbst eine Fahrspur wäre breit genug. Aber natürlich folgen wir brav.

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South Dakota ist zu Ende, wir erreichen Wyoming. Die Temperatur wird normaler, um die 20° am Nachmittag. Beim Überqueren eines Passes lesen wir auf einem Schild die Höhe von 6683' Fuß, das sind über 2040 Meter. Hier tragen die Laubbäume noch keine Blätter. Es gibt Schneefang-Zäune auf den Wiesen. Ein Marder wagt es über die Straße und hat Glück. Ein Dutzend Rehe steht auf dem Seitenstreifen, ziemlich ungünstig direkt an der Fahrbahn und zwischen zwei Zäunen. Mehrere niedliche Kitze gehören zum Rudel. Wir machen uns Gedanken darüber, wie diese Rehe wieder in sicheres Gebiet kommen. Die sind sehr scheu, aber auch schlau. Eins nach dem anderen springt elegant über den Zaun auf die nächste Wiese, einfach so aus dem Stand. Selbst die Kleinen können das schon. Sieht sehr elegant aus, und wir freuen uns darüber, dass sie in Sicherheit sind. Vereinzelt sehen wir Antilopen auf den Feldern. Landwirtschaft, Rinderzucht, einsame Straßen, flaches Land und sehr viel Wind. Auffällig sind die Abzweiger zu Kohle-Minen. Wyoming ist der mit Abstand größte Kohle-Förderstaat der USA. Hier befinden sich einige der größten Tagebaue der Welt, z. B. die Black Thunder Coal Mine.

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Der CDT verläuft über etwa 900 Kilometer von Süden nach Norden ( oder umgekehrt ) durch Wyoming. Grund genug, unsere Reiseroute noch einmal zu ändern. Wir möchten jetzt nach Rawlins. Diese Stadt bildet die östliche Grenze zur Red Desert. Die Wildpferde aus der roten Wüste haben damals ( 2017 ) einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und wir hoffen, dass wir wieder welche sehen. Abends kommen Berge in Sicht. An einigen Stellen liegen tatsächlich noch Reste von Schnee. Am Straßenrand stehen zu beiden Seiten 2 Meter hohe Stangen, die oberen Hälften sind orange markiert. Das sind Schneestangen, die im Winter bei hoher Schneedecke den Fahrbahnrand begrenzen.

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Wyoming hat eine hohe Toleranz, was das Schlafen im Auto betrifft. Auf öffentlichem Land ist es ausdrücklich erlaubt, bis zu 10 Stunden werden privaten Pkw-Fahrern gestattet. Sehr gut. Vielleicht sollten wir die nächsten Nächte in diesem Bundesstaat bleiben. Wir biegen auf einen unscheinbaren Abzweiger ab. Nicht asphaltiert, keine Verbotsschilder. Das sieht nach Feierabend aus. Es ist kurz vor 20.00 Uhr. Wir folgen den Fahrspuren bis zu einem kleinen Teich. Haben unsere endgültige Park-Position noch nicht ganz eingenommen, da kommt tatsächlich ein Fahrzeug auf uns zu. Der Mann im Polaris ist natürlich ein Einheimischer. Wir fragen, ob es ihn stört, wenn wir hier über Nacht bleiben. Aber nein, gar kein Problem. Alles gut. Wir stehen auf Public Land, und der Mann kommt nur vorbei, weil sein Grundstück ganz in der Nähe ist. Wir unterhalten uns eine Weile. Der Typ ist sowas von freundlich und lächelt die ganze Zeit..... unfassbar. Dieser Einheimische ist und bleibt das einzige Auto. Wir haben wieder einen super-einsamen Platz für die Nacht gefunden. Ungewohnt kalt ist es - nur noch 11° Celsius.

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