Wir segeln und wandern durch die Welt

Zwischenstand und Ausblick

Mehr als 3 Monate sind vergangen, seit wir den Pacific Crest Trail an der mexikanischen Grenze beendet haben. Höchste Zeit für einen neuen Eintrag mit Ausblick auf die kommenden Monate.

„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“ Dieses Zitat von Francis Picabia lieben und leben wir. Unsere Reisepläne haben sich wieder einmal geändert. Schließlich sind wir unser eigener Chef.

Thomas wollte eigentlich Ende Januar zum Boot fliegen, aber er hat sich im November einen Leistenbruch zugezogen. Die Hernien-OP Mitte Februar ist gut verlaufen. Es wurde aber eine Schonzeit von 4-6 Wochen verordnet, frühester Abflug mit Reisegepäck wäre also Ende März. Dann wird es in Guaymas bereits unangenehm heiß, und unter der Wüstensonne lässt es sich nicht gut arbeiten. Damit ist der Flug nach Mexiko zum Boot vorerst gestrichen. Die Walkabout bleibt bis November an Land stehen. 

Stattdessen werden wir die Wander-Saison damit beginnen, dass wir gemeinsam den Arizona Trail laufen. Ja, wir haben gejammert und geschimpft in den letzten Wochen auf dem PCT. Aber wenn wir heute die Fotos betrachten und die Einträge lesen …. So ganz schlimm kann die Hitze und der Staub in Süd-Kalifornien nicht gewesen sein. Wir haben schon wieder Lust auf anstrengendes Trail-Leben. Der AZT ist ein ca. 1.300 Kilometer (ca. 800 Meilen) langer Fernwanderweg, der von der mexikanischen Grenze quer durch Arizona bis zur Grenze nach Utah führt. Lang genug, um nach der Winterpause wieder in Form zu kommen. Und kurz genug, damit wir das unkomfortable Leben auf dem Trail nicht leid werden. Wir rechnen mit 6 – 8 Wochen. Das hört sich, wenn man die Meilen pro Tag rechnet, ganz bequem an. Allerdings sind dabei über 30.000 Höhenmeter im Aufstieg sowie im Abstieg zu bewältigen. Die Logistik ist schwierig, das Wasser immer knapp. Also ist auch der Arizona Trail kein einfacher Spaziergang. Wir freuen uns drauf.

Rechtzeitig zu den Appalachian Trail Days ( 15.-17. Mai ) wollen wir den AZT beendet haben, um an der mehrtägigen Party in Damascus teilzunehmen.
Von dort aus werden wir die „leftovers“ auf dem PCT in Angriff nehmen. Es fehlen uns noch ca. 630 Meilen in Nord-Kalifornien, bis wir das ganze Ding geschafft haben und Anwärter für die Triple Crown sind.

Nach der Pflicht kommt die Kür. Wir möchten das Sahnestückchen vom PCT ein zweites Mal erleben, deswegen werden wir die Sierra Nevada noch einmal durchwandern. Grandiose Natur sowie die höchsten Berge und Pässe sind es wert. Gleichzeitig spekulieren wir auf den JMT. Der John Muir Trail durchzieht die Sierra Nevada von Yosemite Valley bis zum Mount Whitney (höchster Gipfel der USA außerhalb Alaskas). Die gesamte Länge beträgt 350 Kilometer oder 220 Meilen, wovon wir den größten Teil bereits in 2025 gewandert sind, weil PCT und JMT zu 80 % auf demselben Weg verlaufen. Also nur ein kleines Stück „Neuland“ für uns. Der JMT endet mit der Besteigung des 4421 Meter hohen Mount Whitney. Das wäre dann der krönende Abschluss unserer Hiking-Saison. Allerdings braucht man dafür ein Permit, und das hat bis jetzt leider noch nicht geklappt. Wir bleiben dran.

Ende Oktober findet die Verleihung der Triple Crown von der ALDHA-West statt. Wir möchten natürlich dabei sein, falls uns ein netter Officer bei der Einreise diesen langen Aufenthalt (mehr als 180 Tage) genehmigt.
November ist für Deutschland reserviert, um Familie und Freunde zu besuchen. Anschließend ist für längere Zeit Segeln angesagt. Die Walkabout braucht natürlich Pflege nach über einem Jahr Standzeit. Nach getaner Arbeit werden wir ablegen mit Kurs Süd in den Pazifik. Wir haben uns noch nicht entschieden, welche Richtung wir dann einschlagen. Nach Osten rund um Kap Horn, Patagonien, Chile, Argentinien ? Oder vielleicht doch lieber über Französisch Polynesien nach Neuseeland ? Es wird sich finden. Pläne sind dazu da, um geändert zu werden. Beim Wandern entstehen und reifen die besten Ideen.

Thomas arbeitet gerade daran, unsere Homepage neu zu strukturieren. Mit jedem weiteren Jahr auf Reisen, mit jedem Segelabschnitt und jedem Trail wurden die Einträge mehr und der Blog unübersichtlicher. In Zukunft wird es eine völlig neue Ansicht geben, damit auch Neueinsteiger noch folgen können.
Zur Zeit funktioniert die Benachrichtigung per e-mail noch nicht, also einfach zwischendurch mal reinschauen. Aktuelle Einträge wird es erst ab Ende März geben. 

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